Appendix: Texte, Powerpoints, Links und Downloads

An dieser Stelle möchte ich Ihnen weitere Unterlagen bereitstellen, welche erst nach Beendigung meiner Diplomarbeit entstanden sind oder "gefunden" wurden.


Bürgerbeteiligung spielerisch erfahren

Bürgerbeteiligung spielerisch erfahren

Beteiligung, gerade von jungen Menschen, ist in einer Demokratie unverzichtbar.

Damit junge Menschen das Thema Bürgerbeteiligung erleben können, hat die BW-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH das Online Bürgerbeteiligungsspiel „BüBe“ entwickelt.

Das Spiel befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und kann bereits auf dieser Webseite in einer sogenannten Werkstattphase erprobt und anschließend kommentiert werden.

Ausprobieren!

Kinderlärm ist doch Zukunftsmusik?

(16. Februar 2011)

Heute war es dann doch endlich soweit:
Laut Kabinettsbeschluss sollen Kinder ab demnächst lärmen dürfen. Denn Klagen gegen lärmende Kinder sollen bald erschwert werden.

Dies soll mit in das Bundes-Immissionsschutzgesetz aufgenommen werden. – Komisch ist das schon: Ist das Immissionsschutzgesetz doch die “Regelung” für das deutsche Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen.
Fallen die Kinder nun unter schädliche Umwelteinwirkungen? Oder doch unter ähnliche Vorgänge?

Egal, ein Verbesserung scheint dies bestimmt zu sein. Kommt nur darauf an, was sich nun die selbsternannten Blockwarte einfallen lassen, um ihre Klagen vorzubringen … … …


Die Macher aus der Menge – Eine Idee zur regionalen Partizipation

(18. August 2010)

Habe soeben den Artikel “Crowdsourcing – mit der Weisheit der Vielen zu besseren Lösungen” von Björn Rohles im Online-Magazin t3n gelesen und denke mir, dass sich hieraus sicherlich auch Formen der (nicht nur) lokalen also kommunalen Online-Partizipation herleiten lassen könnten.

Wenn schon “die Großen” aus der Politik allmählich begreifen, dass zum Regieren auch Interaktion gehört und immer mehr Online-”Ideen” a-la Wikileaks publik und präsent werden oder wie Youtube auch stark genutzt werden, warum dann nicht die Web 2.o Technik und Philosophie nutzen und direkt miteinander kommunizieren (lassen) und dabei Ideen und Entscheidungen abseits der eigentlichen Wege finden.

Dabei geht es um den Begriff „Wisdom of the Crowds“ aus dem gleichnamige Buch aus dem Jahr 2004 und dessen Grundidee, dass viele zusammen schlauer sind als einzelne – selbst dann, wenn es sich um Experten handelt. – Kommt irgendwie der Philosophie Jungks und meinen auf dieser Homepage verbreiteten Thesen nahe.

Im Zusammenhang mit Crowdsourcing, wie ich es hier interpretierne möchte, hieße dies folgendes:

  • “Auslagerung” zumindest einzelner Entscheidungsplenen in das Web 2.0, also in die Öffentlichkeit
  • “Zugeständnis” der Entscheidungsträger zur freien und assoziativen Entscheidungsfindung in der Crowd
  • Schaffung von realer Präsenz in Bürgerforen, in denen dann einzelnen Themen über deren begrenzte Zeit hinweg bearbeitet werden könnten (Kick-Off)
  • Schaffung von leicht zu bedienenden, niedrigschwelligen und barrierefreien Plattformen, damit alle “Betroffenen” (evtl. auch in diversen thematischen Untergruppen) mitmachen können
  • Einführung der Mitmachenden in die Bedienung der Partizipationsplattform
  • Straffe Eingrenzung des jeweiligen Themas
  • Moderation der Ideenfindung und des Austausches (allerdings nicht von den Entscheidungsträgern!)
  • Weitere Methoden wären denen der “echten” Moderations- und Partizipationsmethoden angelehnt
  • Ergänzend hierzu kämen natürlich – weil wichtig – weitere “reale” Treffen in den jeweiligen Themengruppen hinzu: Evaluation (auch zur Plattform an sich), Visualisierung, Moderation und gemeinsame Agenda-Erstellung

Crowdsourcing als Partiziptionsmodell oder -methode wäre für alle Bereiche des öffentlichen Lebens (zumindest aber) in der Kommune denkbar, in denen neue und frische Ideen gewünscht sind und in denen die Politiker und Entscheidungsträger sich nicht zu schade sind, nach einer gewissen Zeit mit einzusteigen und sich mit “einzubringen”.

Die Vorteile des Crowdsourcings als Partizipationsmethode wären hier ebenfalls die Demokratisierung von althergebrachten und in dieser Zeit manchmal nicht mehr angemessenen Entscheidungsmodellen und -wegen. Denn jeder könnte (auch anonymisiert im Web 2.0) mitmachen und dabei zumindest zu einer größeren Meinungsvielfalt und Informationsgewinnung beitragen.

Crowdsourcing wäre die Web 2.0 Anwendung dieses Prinzips:
Auch hier geht es darum, über die kollektive Kraft bessere Lösungen zu finden und von der Community bewerten zu lassen.


Wie man in Deutschland die Kindheit erlebt

(15. August 2010)

Kinder wachsen heute in nie gekanntem Wohlstand auf. Erwachsene respektieren und fördern sie. Doch die Gesellschaft beschneidet ihre Freiräume.

Diese Collage von Jochen Klein für ZEIT Leben aus 2003 setzt sich mit den Fragen und Impressionen zum Spielen und Kindsein deren Möglichkeiten in der heutigen Zeit auseinander. – Lesenswert – nach 7 Jahren wiedergefunden.


Philosophie und Pädagogik der Partizipation

(20. September 2008)

Eine Präsentation, welche ich am 20. September 2008 anlässlich einer Fortbildung zu “Experten für Kinder- und Jugendlichenbeteiligung” in Hannover gehalten habe:


Die Vorteile und Knackpunkte der Partizipation auf regionaler Ebene

(21. März 2007)

Hier eine kleine Zusammenfassung einzelner Aspekte der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vor Ort.

  • Erwerb von politischen Kompetenzen: lokale Erfahrungen und Alltagsdemokratie als Regelfall sollen die positive Grundlage für die spätere Auseinandersetzung mit der „großen“ Politik bilden
  • Förderung von Engagement-Bereitschaft
  • Kennenlernen und Verstehen von demokratischen Institutionen und Strukturen
  • Glaube an die eigenen Einflussmöglichkeiten und die Veränderbarkeit der eigenen Lebensbedingungen
  • Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwesen
  • Förderung von sozialer Phantasie und Neugier
  • Kooperieren und Aushandeln lernen
  • Belebung des Gemeinwesens
  • Erhöhung der Identifikation mit der Wohnumwelt
  • Berücksichtigung der Zielgruppen, an deren Interessen sonst oft vorbeigeplant wird (z.B. Mädchen)
  • Verbesserung der Qualität und Effizienz kommunaler Planungen und Entscheidungen (Kinder sind ExpertInnen in eigener Sache)
  • Erhöhung der Lebensqualität für alle
  • Kinderfreundlichkeit und Beteiligung können ein Standortfaktor sein (Beispiel Baupreise, Tourismus)

Die Knackpunkte der Praxis sind hingegen oftmals diese:

  • mangelnde finanzielle Ressourcen
  • fehlende rechtliche Grundlage
  • Umsetzung der Ergebnisse dauert aufgrund von Verwaltungsabläufen zu lange
  • mangelnde Kooperation mit Verwaltung und Politik
  • Interessenkonflikte mit anderen Gruppen


Rechtliche Aspekte der Beteiligung von Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Bürgerinnen und Bürgern an der Kommunalpolitik unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

(30. August 2001)

Diesen Vortrag hielt Prof. Dr. Joachim Detjen anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung für Moderatorinnen und Moderatoren, die die Bezirksregierung Hannover, Nds. Landesjugendamt:


Downloads:

(23. Mai 2008)

An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Dokumente von mir und weiterer Autoren (von denen ich denke, dass sie nichts gegen eine Publikation haben) zum Downloads anbieten. – Bitteschön:


Links:

Viel Spaß beim Stöbern und beim Erkenntnisgewinn.